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Glossar
Auch wenn hierzulande die Aubergine lange als Exotin galt - in ihrer Heimat Indien sowie China ist das Nachtschattengewächs seit Jahrtausenden bekannt (sie wird schon frühzeitig in Sanskritschriften erwähnt). Die Ur-Aubergine, die von den noch heute zahlreich vorkommenden Wildformen abstammt, hat die Form und Farbe eines Hühnereis, also gelblichweiß und eiförmig, was den aus dem Englischen Zweitnamen "eggplant", Eierfrucht erklärt. Die Araber (Mauren) brachten die Auberginen im 13. Jahrhundert nach Europa, wo sie wegen ihres großen Sonnen - und Wärmebedarfs vor allem im Süden heimisch wurden. Davon rührt sicher der Name "Spanisches Ei". Wegen ihres bitteren Geschmacks verpönt, galt sie lange als "mela insana", als krankmachender Apfel und wurde hierzulande auch als "Dollapfel" bezeichnet. Die Aubergine besteht größtenteils aus Wasser. Dennoch ist sie ein sehr wertvolles Gemüse, denn Auberginen enthalten wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Zudem werden ihr erstaunliche Eigenschaften zugeschrieben: Es soll heilend bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden wirken. Der Saft fördert die Gallensekretion und senkt den Cholesterinspiegel. Auberginen sind ein wichtiger Bestandteil der Mittelmeerküche, wie beim südfranzösischen Ratatouille, dem griechischen Moussaka oder den italienischen Antipastivariationen. Bei uns werden Auberginen ganzjährig angeboten, die Hauptsaison jedoch ist von Frühjahr bis Herbst.
Der Imam fiel in Ohnmacht (Iman Bayildi)
Zutaten (für 4 Personen)

2 Auberginen
1 grosse Zwiebel
3 Fleischtomaten
4 Knoblauchzehen
Petersilie, Dill, Basilikum
0,2 l Olivenöl, Salz, 0,1 l Wasser, 1 EL Zucker,
Saft einer 1/2 Zitrone
Der Imam fiel in Onmacht heißt ein klassisches türkisches Gericht. Auberginen halbieren, salzen auf der Schnittfläche kurz anbraten und mehrfach einschneiden. Zwiebel in Streifen schneiden, mit gehäuteten, entkernten und gehackten Fleischtomaten, zerdrückten Knoblauchzehen, Petersilie, Dill und Basilikum kurz in Olivenöl anschwitzen. Die Masse auf die Auberginenhälften verteilen, salzen und in einen Topf setzen. Olivenöl mit Wasser und Zucker verrühren und dann über und neben die Auberginen gießen. Alles zugedeckt eine Stunde garen lassen. Ab und zu mit dem Schmorsaft begießen und die Füllung in die Auberginen drücken. Lauwarm mit dem karamelisierten Öl und Zitronensaft beträufelt servieren.

Schmeckt warm, lauwarm und im Sommer auch kalt
Einfacher Auberginenauflauf mit Kichererbsen
Zutaten:
150 g Kichererbsen
Salz, Pfeffer, Olivenöl
200 g Tomatensoße )
2 Auberginen
2 Zwiebeln
350 g Hackfleisch
1 EL Tomatenpüree
200 ml Rotwein
1 Bund glatte Petersilie
50 g Parmesan gerieben
Kichererbsen mit Tomatensoße ca. 20 Minuten einkochen lassen. Inzwischen die Auberginen in dünne Scheiben schneiden. Ohne Fett beidseitig goldbraun braten. Mit Öl bepinseln, salzen und pfeffern. Die Zwiebeln fein würfeln, mit etwas Olivenöl glasig dünsten. Hackfleisch scharf anbraten. 1 El Tomatenpüree dazugeben, mit Wein ablöschen, salzen und pfeffern. Petersilie fein hacken und zu der Kichererbsensoße geben. Eine Gratinform einfetten. Gemüse, Fleisch und Soße einschichten. Parmesan darüberstreuen und mit Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten überbacken.
Mit Reis oder Fladenbrot servieren.
Auberginen-Rezepte
Charlotte von Elm, Öl auf Leinwand, Figues I
Charlotte von Elm, Aubergine 2, 2008,
Öl auf Leinwand, 100 x 70 cm
Preis auf Anfrage