O stille Freundin Du!
Owortlos ernste Nacht
Nimm meinen lauten Schmerz in Deine Mutterarme
Verhüll' mein müdes Haupt in Deiner Schleier Pracht,
Daß dieses starre Herz in Tränentau erwärme.
Zeig' mir Ihn fern im Traum, erwecke heiß'res Sehnen
Die harte Wirklichkeit nahm mir den Trost der Tränen.
Des Tages Forderung und seiner Fragen Qual,
Sie bleiben, fern gebannt, in weitem Kreise stehen
Und frei von fremdem Zwang erhebt zum erstenmal
Die Seele sich empor, will weithin rückwärts sehen
Dorthin - wo sie geglaubt, dem Tod sich hinzugeben,
Und ach so tief geirrt sie gab sich hin - dem Leben
 |